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"Fußball, den das Publikum liebt"

Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder spricht über seine Rolle, junge Spieler und Essen ohne Handys am Tisch.

Seit einer Woche schuftet die TSG 1899 Hoffenheim in Oberösterreich im Trainingslager. Der neue Trainer Alfred Schreuder nahm sich am trainingsfreien Mittwochnachmittag in Windischgarsten Zeit und sprach über

die Zielsetzung für die Saison:

"Darüber habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht. Auch mit der Mannschaft habe ich darüber noch nicht gesprochen. Am Ende des Transferfensters werden wir schauen, was wir haben. Grundsätzlich ist es so, dass ich im März unterschrieben habe und uns seither drei Topspieler verlassen haben. Das einzige, was ich heute über unser Ziel sagen kann: Wir wollen einen Fußball spielen, den das Publikum liebt."

seine bisherige Rolle als Co-Trainer:

"Es ist ein Vorteil, beide Rollen zu kennen. Als Co-Trainer denkst du immer: Wie würde ich es als Chef machen? Ich kenne die Chefrolle von meiner Zeit bei Twente Enschede vor einigen Jahren, das ist ein Vorteil. Es fühlt sich als Chef anders an."

seine Herangehensweise bei der TSG Hoffenheim:

"Die Art und Weise, wie wir es angehen, die wird so sein wie bisher. Im Detail kann es anders sein, aber es macht keinen Sinn, hier Sachen großartig zu ändern. Julian hat einen super Job gemacht. Es geht immer um die Basics. Ich muss als Trainer ein guter Beobachter sein: Spieler sehen und spüren, ob ich sehe, was sie machen - und etwas sage. Das hat nichts mit Härte zu tun, sondern mit Ehrlichkeit."

Freiheiten für die Spieler:

"Den großen Rahmen kann ich vorgeben. Aber ich kann nicht zu Andrej Kramaric, Ishak Belfodil oder Vincenzo Grifo sagen: Jetzt musst du das 20 Meter vor dem Tor so und so machen. Die Kreativität der Spieler darf man niemals vorgeben. Vor dem Tor machst du Dinge nicht bewusst. Die schönsten Tore sind intuitive Tore. Wenn wir den Ball haben, sind wir alle Angreifer, wenn wir den Ball nicht haben, sind wir alle Verteidiger."

Rotation:

"Ich bin ein Trainer, der von Spiel zu Spiel nicht zu viel wechselt. Das hängt aber auch immer davon ab, wie es sich anfühlt. Damals mit Julian Nagelsmann fand ich es richtig gut, wir haben ab und zu gewechselt - natürlich auch abhängig vom Gegner. Bei Ajax Amsterdam war es ähnlich."

den Umgang mit den jüngeren Spielern:

"Ich habe gelesen, dass die jungen Spieler bei mir nach dem Training die Bälle einsammeln oder die Tore tragen müssen - für mich ist das aber ganz normal. Jeder muss seine Position in einem Fußballverein kennen. Und die Jüngeren sollen froh sein, dass sie jung sind und dabei sein dürfen. Ich glaube nicht, dass die junge Generation hochnäsig ist. Aber dass ein Berater oder ein Journalist immer sagt, wie gut ein Spieler ist, heißt noch nichts. Wer von den A-Junioren zu den Profis hochkommt, muss wissen, dass er wieder bei null anfängt. Ich habe unseren jungen Spielern - Dennis Geiger, Justin Hoogma, Ilay Elmkies, Lucas Ribeiro und Christoph Baumgartner - auch erklärt, warum sie nach jedem Training Heinz Seyfert (TSG-Zeugwart, Anmerkung der Redaktion) helfen sollen. Und sie haben super reagiert."

Führungsfiguren im Team:

"Wichtig ist, dass die Leader der Gruppe auch die Jüngeren mitnehmen. Kevin Vogt, Benjamin Hübner oder Ermin Bicakcic machen es auch sehr gut, dass die Jungen das Gefühl bekommen, dazuzugehören. Bei den Themen Kapitän und Mannschaftsrat bleibt - Stand jetzt - aus meiner Sicht alles beim Alten."

einen Strafenkatalog und die Handynutzung:

"Ich denke nicht, dass wir Strafen verteilen müssen, sondern denke immer positiv. Zum Thema Handy habe ich nur gesagt, dass es beim Essen nicht benutzt werden soll. Da sollen sie miteinander reden. Wenn wir gemeinsam essen, dann gehört es sich einfach nicht, am Handy zu sitzen. Das sind im Trainingslager etwa dreimal 20 Minuten am Tag - das sollte gehen. Aber dazu habe ich auch nichts Negatives von den Jungs gehört."

öffentliches Training:

"Das gibt es bei Ajax Amsterdam nicht. Da wären sonst jeden Tag 2000 Leute da gewesen. Das war zu viel, da wurde alles gefilmt. Ich will schauen, wie das hier in Hoffenheim läuft. Grundsätzlich muss Hoffenheim ein offener Club sein. Wenn ich allerdings immer das Gefühl habe ausspioniert zu werden, dann müssen wir schauen."

Von Florian Huber

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